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Idsteiner Land

Große Photovoltaik-Freiflächenanlage in Idstein? FDP fragt nach Möglichkeiten und Planungen

Die FDP-Fraktion Idstein will vom Magistrat wissen, ob es bereits konkrete Planungen für eine große Photovoltaik-Freiflächenanlage (Solarpark) in Idstein gibt und welche Flächen dafür gegebenenfalls vorgesehen und gemäß Flächennutzungsplan geeignet sind. „Wir halten einen Solarpark auf einer geeigneten Freifläche für einen guten und sinnvollen Beitrag zur CO²-freien Stromerzeugung, der unsere Taunuslandschaft wesentlich weniger beeinträchtigt als über 200 Meter hohe Windkraftanlagen,“ meint dazu der FDP-Fraktionsvorsitzende Roland Hoffmann.

Quelle: BSW-Solar/Upmann

OV-Idsteiner Land 2.3.2020 -

Es sei allerdings darauf zu achten, dass es beim Bau eines Solarparks in der Nähe der Autobahn A 3 oder der ICE-Trasse durch Schallreflektionen nicht zur Erhöhung der ohnehin starken Lärmbelastung für Idstein und Wörsdorf komme. Außerdem dürfe die Möglichkeit für eine Ultranet-Hochspannungstrassenführung entlang der Autobahn A 3 nicht verbaut werden. 

„Wir wollen mit unserem Berichtsantrag auch erfahren, ob es bereits einen Investor für einen Solarpark gibt und ob der Bau einer solchen Anlage in Autobahnnähe besonders gefördert wird,“ ergänzt der FDP-Stadtverordnete Christian Ehrentraut. Die FDP könne sich zur Finanzierung einer solchen Anlage auch ein Genossenschaftsmodell mit entsprechenden Einlagemöglichkeiten für Idsteiner Bürgerinnen und Bürger vorstellen. Inzwischen sei der Preis für Photovoltaikanlagen auf einem Niveau angelangt, dass solche Anlagen auch ohne erhebliche Förderungen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) auskämen und eine Rendite von 3-5 % erwirtschaften würden.

„Anders als bei dem vor kurzem von der CDU voreilig geforderten Konzept für ein Stadthallen-Blockheizkraftwerk (BHKW) wäre der zügige Bau einer Photovoltaik-Freiflächenanlage derzeit ein zweckmäßiger Beitrag zum Klimaschutz,“ betonen Hoffmann und Ehrentraut überzeugt.

Die FDP habe gegen die kostspieligen Vorplanungen für das BHKW gestimmt, da nach Auffassung der Liberalen die Voraussetzungen für ein solides Konzept derzeit noch nicht gegeben seien. Hierzu müsse erst klar sein, wie die Neubebauung der Abrissflächen auf dem Kalmenhofgelände aussehen werde.

Insgesamt gesehen, könne nach Überzeugung der FDP dem Klimaschutz am besten gedient werden, wenn man die Maßnahmen mit kühlem Kopf statt mit überbordendem Eifer plane.

 

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