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Rüdesheim

PRESSEMITTEILUNG

OV-Rüdesheim 19.1.2019 -

Pressemitteilung

Hessen-Mobil wird seiner Aufgabe nicht gerecht und ignoriert die gewaltigen Probleme rund um den Bahnübergang in Rüdesheim
Dringender Appell an die beiden Abgeordneten Müller-Klepper und Willsch


Im vergangenen Jahr hatte sich die Rheingauer Landtagsabgeordnete Petra Müller-Klepper voller Sorge an den hessischen Ministerpräsident Volker Bouffier gewandt.
Es ging hierbei um eine schnelle Lösung der Verkehrsmisere am Rüdesheimer Bahnübergang speziell im Hinblick auf die angekündigte Bundesgartenschau 2029.
Der Ministerpräsident hatte seine Unterstützung für eine schnelle Regelung zugesagt.

Die jetzige Antwort von Hessen-Mobil zeigt mir, dass diese Behörde die Dringlichkeit aktuell und eigentlich schon seit Jahren ignoriert.
Man legt nach wie vor die Hände in den Schoß und verspricht auch noch fast ironisch, dass man in 2029, dem Jahr der BUGA, keine Baustelle einrichtet und man sich erst danach dem Thema widmen will.
Dabei geht es allen Verantwortlichen einzig und allein darum, dass bis zur Bundesgartenschau die Verkehrsströme bei dieser Großveranstaltung einwandfrei geregelt sind.
Wie, so frage ich mich, soll der Zulauf per Straße aus dem Rhein-Main-Gebiet zu diesem national und international bekannten Event vor und ab Rüdesheim in das Rheintal gestaltet werden ?
Dies ist undenkbar bei Beibehaltung der jetzigen Situation.
Rückstaus in und über Rüdesheim hinaus in den Rheingau sind vorprogrammiert.
Schlimmer noch wird sein, dass die Region hierbei einen gewaltigen Imageschaden davonträgt.
Die Planer der BUGA haben die Besucherzahlen aus Wiesbaden, Frankfurt und Mainz fest in ihren Planzahlen berücksichtigt.
Die Besucher werden den Zustand - wenn er so bleibt - ganz bestimmt in unangenehmer Erinnerung behalten.
Das UNESCO-Welterbe, die Denkmalpflege und die Stadt Rüdesheim sprechen mit einer Stimme:
Eine Überführung der Straße kommt für die Beteiligten in diesem sensiblen Bereich der geschützten Welterberegion nicht infrage.
Einzig die Unterführung der Bahntrasse ist deshalb möglich.
Dies wissend soll nun trotzdem mit Steuergeldern die Überführung der Bundesstraße zusätzlich geprüft werden, obwohl sie keinerlei Chance zur Verwirklichung hat.
Das bedeutet unnötige Zeitverzögerung und Geldverschwendung.
In meiner Eigenschaft als Vorstand des Zweckverbandes Welterbe, aber auch als zuständiger Dezernent des Kreises, bitte ich nunmehr die beiden für den Rheingau zuständigen Abgeordneten (Petra Müller-Klepper für das Land Hessen und Klaus-Peter Willsch für den Bund) um ihr entschiedenes Einwirken auf die zuständigen Stellen in Wiesbaden und Berlin.
Auch die beiden Länder Hessen und Rheinland-Pfalz als Mitveranstalter der BUGA sind besonders gefragt.
Das Thema muss dort zur Chefsache werden.
Allen muss daran gelegen sein, nicht nur der BUGA zum Erfolg zu verhelfen, sondern die miserable Infrastruktur rund um das Verkehrshindernis B 42 (Bahnübergang Rüdesheim) muss bis 2029 eine zufrieden stellende Lösung erfahren.

Es kann nicht sein, dass Rüdesheim und die Region weiter hingehalten wird.


Karl O t t e s
Welterbedezernent im Rheingau-Taunus-Kreis

 

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