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Idsteiner Land

Idstein braucht ein neues Gewerbegebiet

Die FDP-Fraktion hält die zügige Entwicklung eines neuen Gewerbegebietes in Idstein für dringend erforderlich. „Schon jetzt muss die Stadt Idstein Bewerber für Gewerbeflächen meist abweisen, da nur noch sehr wenige derartige Grundstücke im Nassauviertel und im Gewerbegebiet Frauwald zur Verfügung stehen, die dann aber oft den spezifischen Bedürfnissen der Bewerber nicht entsprechen,“ stellt der FDP-Stadtverordnete und Mitglied des Bau-und Planungsausschusses, Dr. Abramenko fest.

OV-Idsteiner Land 10.1.2019 -

Die FDP sehe das Gebiet „Im Mittelfeld“ westlich der B 275 für diesen Zweck als sehr geeignet an und dies sei vom Idsteiner Bau- und Planungsamt auch jüngst als Antwort auf eine entsprechende Anfrage der Liberalen bestätigt worden. Die Fläche, die gut über den vorhandenen Kreisel an der B 275 in Höhe der ED-Tankstelle zu erschließen ist, lasse sich nach Aussagen des Amtes auf Grund der Nähe zur Autobahn A 3 und der ICE-Trasse nicht als allgemeines Siedlungsgebiet aktivieren.

Die Entwicklung als Gewerbegebiet koste allerdings 4-5 Millionen Euro, die derzeit bei der Stadt Idstein nicht für derartige Investitionen vorhanden seien.

„Leider sehen wir, dass die Stadt Idstein aus Gründen der Finanzierung schon seit längerer Zeit nicht in der Lage ist, hier die notwendigen neuen Impulse zu setzen und die Entwicklung voranzutreiben. Da nach Angaben der Stadt private Projektentwickler für ein reines Gewerbegebiet nicht zu finden sind, halten wir es für notwendig, andere Möglichkeiten, wie z.B. die Gründung einer Stadtentwicklungsgesellschaft, in Betracht zu ziehen,“ merkt der FDP-Fraktionsvorsitzende Roland Hoffmann an.

Mit einem eingereichten Prüfantrag wollen die Freien Demokraten feststellen lassen, welche finanziellen und organisatorischen Voraussetzungen für die Gründung einer Idsteiner Stadtentwicklungsgesellschaft gegeben seien. Man frage außerdem danach, wie schnell sich eine solche Gründung realisieren ließe und wie sich die Kontrolle einer solchen Gesellschaft durch die Stadtverordneten und den Magistrat darstellen ließe.

Abramenko und Hoffmann sind sich sicher: „Wenn sich Idstein künftig gut weiter entwickeln will, muss dem erheblichen Wohnungszuwachs in den letzten Jahren auch die Entwicklung von Arbeitsplätzen vor Ort folgen, wofür auch neue Gewerbeflächen die Voraussetzung bilden“

Die Verkehrsentwicklung, vor allem auf der Autobahn A 3 in Richtung Frankfurt, mache es für Pendler schon jetzt oft schwierig, rechtzeitig auswärtige Arbeitsplätze zu erreichen. Da der Güterverkehr auf dieser Strecke in den nächsten Jahren noch erheblich anwachsen werde und leider noch kein Ausbau der A 3 in Planung sei, könne Idstein ohne ausreichende eigene Gewerbeflächen gegenüber anderen Standorten erhebliche Nachteile erleiden.

 

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