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FDP: Citybahn ist ein finanzielles Abenteuer

Die FDP-Mitgliederversammlung hat den Plänen der Stadt Wiesbaden, der Stadt Mainz und des Rheingau-Taunus-Kreises eine gemeinsame Citybahn auf den Weg zu bringen, eine einstimmige Absage erteilt.

Foto: Wiesbadener Kurier

Kreisverband 30.8.2017 -

Immense Kostenbelastung für den Kreis

Die damit verbundenen Investitionskosten von bisher geschätzten 110 Millionen Euro, von denen der Rheingau-Taunus-Kreis etwa 14 Millionen Euro tragen müsste, seien für den Kreis nicht zu stemmen.
Hinzu kämen noch die Folgekosten für den jährlichen Unterhaltungsaufwand in Höhe von ca. 8,3 Millionen Euro, wobei der Landrat selber schon jetzt eine Erhöhung von bis zu 40 % auf dann über 10 Millionen Euro einrechne.
„Diese immensen Kosten stehen in keinem Verhältnis zu dem aus dem Betrieb der Citybahn zu ziehendem Nutzen,“ macht der Kreisvorsitzende Stefan Müller, gleichzeitig auch Vorsitzender der liberalen Kreistagsfraktion, deutlich.

Busverkehr als Chance für den Flächenkreis RTK

Vielmehr sollte der Kreis stattdessen in einen zukunftsorientierten ÖPNV investieren. In einem Flächenkreis wie dem Rheingau-Taunus sei mit Busverkehren eine Versorgung des ländlichen Raums besser und vor allem zielgerichteter zu gewährleisten, als mit einer schienengebundenen und örtlich begrenzten Bahnverbindung. Angesichts der aktuellen Entwicklungen in Zusammenhang mit der Digitalisierung der Mobilität und mit weiteren Zukunftskonzepten für den ÖPNV seien hier heute schon enorme Fortschritte zu verzeichnen. Ihre Umsetzung könne in nicht allzu ferner Zukunft realisiert werden, währenddessen die Bahnlösung frühestens in etwa zehn Jahren angeboten werde könne und für nur wenige Kommunen im Kreis von Nutzen sei.

 

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