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Oestrich-Winkel

Über das Ziel hinaus geschossen – Blamables Verhalten von Bündnis 90 / Die Grünen

Antrag sorgt für große Verunsicherung innerhalb der Stadtteilwehren – Ehrenamtliches Engagement darf keinesfalls zur Disposition stehen!

OV-Oestrich-Winkel 27.4.2017 -

„Bereits die Einbringung des Antrages im Ausschuss und in der Stadtverordnetenversammlung hat bei uns für großes Unverständnis gesorgt“, stellen Björn Sommer (FDP) und Pavlos Stavridis (CDU) nach der beeindruckenden Präsentation der Stadtteilwehren im Rahmen einer Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses im Feuerwehrgerätehaus in Winkel fest. Auf Einladung des Stadtbrandinspektors Ringel fand die jüngste Sitzung des Ausschusses in den Räumlichkeiten der Winkeler Wehr statt. Der gesamte Abend war dem Thema Feuerwehr und Brandschutz in Oestrich-Winkel gewidmet.
„Die Kameraden der örtlichen Wehren machen eine ganz hervorragende Arbeit, das ist heute Abend ein weiteres Mal deutlich geworden. Bei allen Äußerungen und Initiativen, die losgetreten werden sollte man immer bedenken, dass es hierbei um ehrenamtliches Engagement geht, welches im Rahmen einer von der Stadt zu erbringenden Pflichtaufgabe dem Schutz eines jeden Bürgers dient. Wer in seiner Freizeit nicht zu Letzt sein Leben für das Wohl anderer im Einsatz aufs Spiel setzt, der ist schon verwundert wenn er hört, dass gerade hier über Einsparungen nachgedacht wird. Motivation und Unterstützung sieht anders aus“, konstatiert Pavlos Stavridis, der in seiner freien Zeit aktiver Feuerwehrmann in der Oestricher Wehr ist.
„Was Bündnis 90 / Die Grünen hier machen, ist alles andere als sauber. Sich hinter dem Deckmantel einer angeblich nicht ausreichenden Informationslage versteckend, möchte man über die Wirtschaftlichkeit und Optimierungsmöglichkeiten, also letztlich über die Zusammenlegung einzelner Feuerwehren beraten. Die Wehren sind stets bemüht, die Kosten so gering wie möglich zu halten, schließlich setzten Sie sich selbst einer öffentlichen Diskussion aus, gingen sie verschwenderisch mit öffentlichen Geldern um. Wenn man das Thema fahren möchte, dann bitte redlich: Von mangelnder Information kann nicht die Rede sein. Der Bedarfs- und Entwicklungsplan und die Jahresberichte informieren detailliert und präzise über die Situation und erfüllen die gesetzlichen Vorgaben. Wer dann noch nicht genug informiert ist, der muss eben den Schritt wagen und direkt mit Vertretern der Feuerwehren sprechen. So machen wir es seit Jahren und sind stets auf offene Ohren gestoßen“, stellt Björn Sommer fest.
Vor nicht allzu langer Zeit wurden über Anreizmodelle für die freiwilligen Feuerwehren nachgedacht. Der nun zur Beratung stehende Antrag führt dieses Ansinnen ad absurdum, würde er weiterverfolgt werden.
„Klar ist doch, dass bei einem Zusammenschluss einzelner Wehren auch die jeweilig angegliederten Feuerwehrvereine in ihrem Bestand gefährdet werden. Zweck dieser Vereine ist doch die Unterstützung der jeweiligen Wehr. Wenn dieser Hauptvereinszweck nicht mehr gegeben ist, dann ist es nur noch eine Frage der Zeit, wann auch dieser Verein stirbt“, mutmaßt Sommer.
„Der heutige Abend hat noch einmal verdeutlicht, wovon wir stets überzeugt waren: Die Feuerwehren in Oestrich-Winkel verrichten eine hervorragende ehrenamtliche Arbeit zum Wohle aller Bürger. Mit uns wird es keine Experimente geben, die den Fortbestand dieser Struktur gefährden könnte. Die jüngste Fusion der Wehren in Lorch und Lorchhausen hat gezeigt, was durch eine Fusion ‚von Oben‘ passiert: Nahezu die gesamte Einsatzabteilung der Lorchhäuser Wehr hat ihren Dienst quittiert. Ehrenamtliches Engagement wird durch Gedankenexperimente aufs Spiel gesetzt“, meint Stavridis.
Die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Wehrführern und dem Stadtbrandinspektor und dem Bürgermeister kann besser nicht sein. „Es ist gut, wenn in diesem existentiellen Themenbereich die Stadt und Feuerwehren vertrauensvoll und kollegial zusammenarbeiten – das gibt den Bürgern Sicherheit und den Kameraden der Feuerwehren Rückhalt für ihre großartige Arbeit. Die Koalitions-fraktionen wissen das zu schätzen und danken hierfür ganz ausdrücklich“, macht Sommer deutlich.
Geradezu skandalös empfanden Stavridis und Sommer das Verhalten von Bündnis 90 / Die Grünen nach der vollumfänglichen Präsentation des Stadtbrandinspektors und des Bürgermeisters. „Nach dieser Veranstaltung haben wir eigentlich erwartet, dass der Antrag zurückgezogen wird. Das fand aber nicht statt – scheinbar sieht die Antragstellerin nach wie vor Beratungsbedarf. Die Wissenslücken müssten aber nunmehr geschlossen sein. So kann man die ehrenamtlich tatigen Feuerwehrkameraden nicht nur verunsichern, sondern obendrein auch noch verärgern. Wenn die Grünen diesen Weg einschlagen wollen, dann sicherlich nicht mit der Unterstützung von CDU und FDP. Beide Parteien stehen für eine ehrliche, seriöse Politik – dieses Verhalten spricht eine andere Sprache“, so die beiden abschließend.

 

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